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Mit dem Wohnmobil durch Kroatien | Ratgeber 2026

Planen Sie eine Wohnmobilreise entlang der Makarska-Riviera? Oder träumen Sie von einer Übernachtung mit Blick auf die Plitvicer Seen oder mitten im Nationalpark Krka? In diesem Artikel erfahren Sie, was ein Stellplatz auf einem Campingplatz in Kroatien kostet, wo Sie mit dem Wohnmobil halten dürfen und worauf Sie unterwegs achten sollten. Nachfolgend finden Sie einen vollständigen Ratgeber – von den Mautgebühren über Parkregeln und Arten von Stellplätzen bis hin zu einer Liste der besten Campingplätze in Kroatien. Anschnallen, los geht's!

Mit dem Wohnmobil durch Kroatien | Grundlegende Informationen

Kroatien ist einer der besten und beliebtesten Orte zum Campen in Europa. Beachten Sie jedoch, dass dort der Euro als Währung gilt, was mit verhältnismässig hohen Gebühren für Stellplätze oder Übernachtungen verbunden ist. Um ein Bussgeld zu vermeiden, nehmen Sie die erforderlichen Dokumente mit und sorgen Sie für die richtige Ausstattung Ihres Wohnmobils. Details zur Ausrüstung finden Sie im Artikel Mit dem Auto nach Kroatien und Informationen zum Mautsystem im Artikel Mautgebühren Kroatien.

Sind die Strassen in Kroatien mautpflichtig?

Ja – in Kroatien sind die Strassen mautpflichtig. Betreiber der Autobahnen ist HAC (Hrvatske autoceste), und die Gebühren werden an Mautstationen erhoben. Ihre Höhe hängt von der Saison (im Sommer steigen die Preise um ca. 10 %) sowie von der zurückgelegten Strecke ab.

Was muss man im Wohnmobil dabei haben, wenn man nach Kroatien fährt?

Wenn Sie mit dem Wohnmobil durch Kroatien reisen, müssen Sie die folgende Pflichtausrüstung mitführen:

  • Warnwesten (für jeden Mitreisenden),
  • Warndreieck,
  • Verbandskasten,
  • Feuerlöscher,
  • Ersatzrad (oder Reparaturset).

Erforderliche Dokumente: Führerschein, Personalausweis oder Reisepass, Fahrzeugschein des Wohnmobils (mit gültiger technischer Prüfung) sowie KFZ-Haftpflichtversicherung. Weitere Details: Mit dem Auto nach Kroatien »

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Karte der mautpflichtigen Strassen in Kroatien

Autobahnkarte Kroatien 2026
Autobahnkarte Kroatien 2026

Mit dem Wohnmobil durch Kroatien | Wohin lohnt sich eine Wohnmobilreise?

Kroatien bietet Wohnmobilreisenden eine aussergewöhnliche Vielfalt – von der sanften Küste Istriens und dem malerischen Dalmatien über spektakuläre Nationalparks bis hin zu den ruhigen Inseln der Adria. Nachfolgend finden Sie einige interessante Vorschläge für Ihre Route.

Foto von Istrien | Quelle: Canva free

Istrien – Camping Polari

Einer der grössten und bestbewerteten Campingplätze in Istrien, gelegen in einem Pinienwald an der Adria in der Nähe von Rovinj. Stellplätze im Schatten der Bäume, eigener Strand, Pool, Animation und vollständige Infrastruktur. In der Saison kostet eine Nacht ca. 35–55 €.

Eine ausgezeichnete Wahl für die erste Wohnmobilreise nach Kroatien – einfache Anfahrt, sanfte Küste und hervorragende Wohnmobil-Infrastruktur. Ein Besuch lohnt sich in Pula mit dem römischen Amphitheater sowie im charmanten, von italienischem Flair geprägten Rovinj. Viele Premium-Campingplätze liegen direkt am Meer.

Foto von Dubrovnik | Quelle: Canva free

Dalmatien – Camping Stobreč Split

Campingplatz am Rande von Split, direkt am Meeresufer. Ideale Basis, um den Diokletianpalast zu besichtigen und mit der Fähre Ausflüge zu den Inseln zu unternehmen. Geräumige Stellplätze mit Meerblick, eigener Strand und vollständige Infrastruktur. Preis pro Nacht ca. 40–60 €.

Die malerischste Küste der Adria – kristallklares Wasser, herrliche Inseln und Sehenswürdigkeiten. Sehenswert sind die Meeresorgel in Zadar, der Diokletianpalast in Split, das Biokovo-Gebirge bei Makarska und die historischen Stadtmauern von Dubrovnik. Die Strassen sind schmaler als in Istrien – das sollten Sie bei der Routenplanung mit dem Wohnmobil bedenken.

Foto der Plitvicer Seen | Quelle: Canva free

Nationalparks – Camp Korana

Campingplatz direkt am Eingang des Nationalparks Plitvicer Seen, am Fluss Korana. Die bequemste Ausgangsbasis, um die Wasserfälle und türkisfarbenen Seen zu besichtigen. Restaurant, Geschäft und vollständige Infrastruktur vor Ort. Kosten für einen Stellplatz ca. 35–50 € pro Nacht.

Für alle, die Natur, Stille und Ruhe lieben: die Plitvicer Seen – der schönste Nationalpark Kroatiens, der Krka-Park mit beeindruckenden Wasserfällen sowie das Velebit-Gebirge – ideal für ausgedehnte Wanderungen. Campingplätze in der Nähe der Parks füllen sich schnell – eine Reservierung im Voraus ist unbedingt erforderlich.

Foto der Adria-Inseln | Quelle: Canva free

Inseln in der Adria – Camping Kovačine (Cres)

Campingplatz auf der Insel Cres an einer ruhigen Adria-Bucht, umgeben von üppiger Vegetation. Eigener Strand, Bootsanleger und Wasseraktivitäten. Ruhige Atmosphäre abseits der Menschenmassen. Eine Nacht kostet ca. 30–45 €.

Eher für erfahrenere Wohnmobilreisende empfohlen. Eine Fährüberfahrt ist erforderlich – z.B. ab Zadar, Split oder Rijeka. Auf den kroatischen Inseln finden Sie mehr Ruhe, intime Strände und wilde Natur. Für Wohnmobile verfügbare Fähren: Brač, Hvar, Pag, Cres, Lošinj.

Mit dem Wohnmobil durch Kroatien | Campingplätze und Übernachtung in Kroatien

Das Übernachten ausserhalb ausgewiesener Plätze wird als Wildcamping gewertet und ist verboten. Es gibt mehrere Arten von Plätzen, die sich für die Übernachtung mit dem Wohnmobil eignen:

Camper Park / Stellplatz

Spezielle Zonen für Wohnmobile ohne vollständige Camping-Infrastruktur. Sie ermöglichen die Entsorgung von Abwasser, das Auffüllen von Wasser und den Stromanschluss, haben aber nicht immer Duschen oder eine Küche. Günstig, oft bei Restaurants, Weingütern und Privathäusern.

Camping / Autocamp

Vollwertige Campingplätze mit umfangreicher Infrastruktur – Duschen, Toiletten, Küche und Wäscherei. Ein grosser Pluspunkt ist ihre Lage – meist in der Nähe des Meeres oder anderer touristischer Attraktionen.

Agro-camp oder Eco-camp

Agrotourismus für Wohnmobile – Anlagen auf dem Land, bei Bauernhöfen, betrieben von Einheimischen. Intim, günstiger und ruhiger als Campingplätze. Ein grosser Pluspunkt ist die Möglichkeit, lokale Produkte zu probieren, Olivenöl zu kosten oder Wein zu verkosten.

Welche Campingplätze sind die besten in Kroatien?

Die besten und luxuriösesten Campingplätze in Kroatien:

  • Camping Krk Premium Resort – auf der Insel Krk (Kvarner), 5-Sterne-Öko-Campingplatz mit Meerblick. Restaurants, Pools, Wellnessbereich, Animation für Kinder.
  • Camping Stobreč Split – in der Nähe des Zentrums von Split, ruhiges und grünes Gelände, hervorragende Ausgangsbasis für die Stadt und die umliegenden Inseln.
  • Camping Šimuni – auf der Insel Pag, geräumiger Campingplatz mit Sandstrand und Buchten. Verleih von Kajaks und SUP-Boards.
  • Kamp Korana – in der Nähe der malerischen Plitvicer Seen. Hoher Standard, Restaurant und komfortable Parzellen für Wohnmobile.
  • Camping Velebit – im Velebit-Gebirge, rustikaler Campingplatz, ideal für Wanderungen. Empfohlen für alle, die Ruhe und Natur suchen.
  • Tierfreundliche Campingplätze: Camping Polidor in Bijela Uvala (Istrien) mit eigenem Hundestrand sowie Camping Zaton Holiday Resort in der Nähe von Zadar.

Was kostet ein Stellplatz auf einem Campingplatz in Kroatien?

Campingplätze in Kroatien sind kostenpflichtig. Die Preise für einen Stellplatz hängen vom Standard des Campingplatzes, der Lage, der Saison sowie der Personenzahl ab. Nachfolgend die Durchschnittspreise pro Nacht für 2 Personen + Wohnmobil:

Durchschnittspreise für Übernachtungen mit dem Wohnmobil in Kroatien (2026)
Standard Nebensaison (V, IX) Hauptsaison (VII–VIII)
Kleiner Agro-camp 20–35 € 35–50 €
Camper Park / Stellplatz 10–25 € 20–35 €
Campingplatz am Strand (mittel) 30–50 € 50–70 €
Premium-Resort 50–80 € 80–120+ €

Der Preis setzt sich in der Regel zusammen aus: Stellplatz (15–40 €), Gebühr pro Person (5–15 €), Gebühr für das Wohnmobil (5–10 €) und Kurtaxe (1–2 €). Beispielsweise kostet eine Parzelle auf dem Camping Polidor im August für 2 Erwachsene ca. 53 € pro Nacht (50 € für den Stellplatz mit Strom + 3 € Kurtaxe).

Mit dem Wohnmobil durch Kroatien | Parken und Übernachten

Kroatien ist ein sehr wohnmobilfreundliches Land mit über 500 Campingplätzen, die entlang der Küste, der Seen, der Berge und der Inseln verteilt sind. Lernen Sie die Park- und Übernachtungsregeln kennen, um Bussgelder zu vermeiden und Ihre Reise ohne Überraschungen zu geniessen.

Wo darf man mit dem Wohnmobil in Kroatien parken?

Sie dürfen Ihr Wohnmobil für kurze Zeit überall dort parken, wo das Parken von Autos erlaubt ist – wichtig ist, dass das Wohnmobil nicht so aussieht, als wäre es zum Übernachten geparkt (ohne nach aussen aufgestellte Gegenstände und ohne abgedunkelte Scheiben).

Parken erlaubt:

  • auf gewöhnlichen Parkplätzen (sofern kein Einfahrverbot für Fahrzeuge über einem bestimmten Gewicht oder einer bestimmten Höhe besteht),
  • auf Parkplätzen bei touristischen Attraktionen, Geschäften, Restaurants und Tankstellen (unter Beachtung der Parkregeln),
  • auf odmorište (entspricht den Raststätten) an Autobahnen – gut für eine Pause, aber nicht zum Übernachten.

Parken nicht erlaubt:

  • an Stellen, die mit einem Verbot für Wohnmobile oder Fahrzeuge gekennzeichnet sind, die die Gewichts-/Höhengrenze überschreiten,
  • das Blockieren von Einfahrten, Feuerwehrzufahrten oder Wildcamping in Nationalparks und Naturschutzgebieten,
  • das Aufstellen von Tischen, Stühlen, Markisen oder Grills – dies wird als Biwakieren und illegales Übernachten gewertet, wofür eine Strafe droht.

Darf man in Kroatien auf einem Parkplatz im Wohnmobil schlafen?

Ja, aber nicht immer und unter bestimmten Bedingungen. Auf Parkplätzen an der Autobahn (z.B. Petrol, Tifon, INA) sowie an Raststätten dürfen Sie zu Erholungszwecken übernachten. Das Aufbauen von Camping-Equipment und das Biwakieren sind nicht erlaubt.

Auf städtischen Parkplätzen dürfen Sie halten, sofern kein Verbotsschild für Wohnmobile vorhanden ist. Das Übernachten auf städtischen Parkplätzen wird jedoch nicht empfohlen – es ist oft durch lokale Vorschriften verboten und wird als „illegales Biwakieren" bestraft.

Darf man in Kroatien wild campen?

Nein – in Kroatien ist Wildcamping verboten und kann ein hohes Bussgeld zur Folge haben. Das Verbot gilt für:

  • Wälder und Waldwege,
  • Küstengebiete,
  • National- und Landschaftsparks,
  • Privatgelände (ohne Genehmigung des Eigentümers),
  • öffentliche Parkplätze (besonders in Städten und am Meer).

Die Polizei kontrolliert häufig die bei Wohnmobilreisenden beliebten Gebiete. Die Bussgelder betragen in der Regel 150–400 € und in Nationalparks sogar bis zu 1000 €.

Warum ist Wildcamping in Kroatien illegal?

  • Naturschutz – Wildcamping führt zur Zerstörung der Vegetation, zur Vermüllung des Geländes und zum Aufschrecken von Wildtieren.
  • Brandgefahr – im Sommer brechen in Kroatien häufig Brände aus, besonders im trockenen und bewaldeten Gelände Dalmatiens und Istriens. Schon eine kleine Zigarettenkippe, ein Grill oder ein nicht vollständig gelöschtes Lagerfeuer können zu einer Tragödie führen.
  • Sicherheit – Touristen, die abseits bewohnter Gebiete übernachten, bleiben im Falle von Diebstahl, Vandalismus oder Tierangriffen ohne mögliche Hilfe.
  • Förderung des lokalen Tourismus – viele Kroaten leben ausschliesslich vom Tourismus. Wildcamping generiert weder Einnahmen noch Steuern, was für das gesamte Land nachteilig ist.

Ist Kroatien für Wohnmobile sicher?

Ja, Kroatien gilt als eines der sichersten Reiseziele in Europa. Hier wird ein niedriges Kriminalitätsniveau beobachtet, und Diebstähle oder Überfälle kommen sehr selten vor. Abends können Sie unbesorgt durch die Städtchen und am Meer spazieren.

Kroatien gehört zur Europäischen Union und zum Schengen-Raum, was die Einhaltung europäischer Sicherheitsstandards gewährleistet. Polizei und Gesundheitswesen haben einen guten Ruf und sind weit verfügbar. Die Adria gilt als eines der saubersten Meere Europas.

Worauf sollte man in Kroatien achten?

In Kroatien sollten Sie auf die hohen Temperaturen achten – eine Kopfbedeckung, Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor und das Trinken von viel Wasser sind unerlässlich. Beim Baden im Meer können Sie auf Seeigel und scharfe Felsen treffen, besonders an Kiesstränden – Badeschuhe sind hier nützlich. Gelegentlich kommt es an überfüllten Orten zu kleineren Diebstählen – lassen Sie keine Wertgegenstände sichtbar liegen.

Mit dem Wohnmobil durch KroatienZusammenfassung

Kroatien ist ein sicherer, ruhiger und gut organisierter Ort zum Campen – besonders, wenn Sie Meer, Sonne und Natur lieben. Denken Sie daran, dass Wildcamping verboten ist – es drohen Bussgelder von 150 bis sogar 1000 €. Packen Sie die erforderlichen Dokumente (Führerschein, Personalausweis, Fahrzeugschein) sowie die Pflichtausrüstung (Verbandskasten, Warndreieck, Feuerlöscher, Warnwesten, Ersatzrad) ein und auf geht's!